Was ein Totalschaden bedeutet — und was Sie jetzt tun sollten.
Der Begriff "Totalschaden" wird oft missverstanden. Es gibt zwei ganz unterschiedliche Fälle:
In der Praxis ist der wirtschaftliche Totalschaden der weitaus häufigere Fall — und genau hier entstehen die meisten Streitpunkte mit der Versicherung.
Entscheidend sind drei Werte, die ein unabhängiges Gutachten sauber ermitteln muss:
Übersteigen die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert deutlich, liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor.
Versicherungen schlagen häufig eigene, oft überhöhte Restwertangebote vor — meist von bundesweiten Ankäufern, die weit über dem regional realistischen Marktwert liegen. Das drückt scheinbar Ihre Entschädigung, weil ein höherer Restwert von der Gesamtsumme abgezogen wird. Ein unabhängiges Gutachten ermittelt den Restwert dagegen realistisch anhand des regionalen Marktes — zu Ihren Gunsten.
Möchten Sie Ihr Fahrzeug trotz wirtschaftlichem Totalschaden reparieren lassen und weiterfahren, kann unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte 130%-Regelung greifen: Liegen die Reparaturkosten nicht mehr als 30% über dem Wiederbeschaffungswert, kommt eine vollständige, fachgerechte Reparatur in Betracht — entscheidend sind dabei unter anderem die Höhe der Reparaturkosten, eine fachgerechte Reparatur entsprechend dem Gutachten und die nachweisliche Weiternutzung des Fahrzeugs über einen gewissen Zeitraum. Ob die Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind, sollte anhand des konkreten Schadens geprüft werden.
Ich ermittle Wiederbeschaffungswert und realistischen Restwert unabhängig und nachvollziehbar.
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